Wilde Texte.

Schreibwerkstatt mit Matthias Göritz
30. 8.- 6. 9. 2014

Was macht ein Gedicht oder einen Prosatext zu einem Bravourstück voll unbändiger Energie? Wie entfaltet sich die eigene Sprachlust und wie erzählt man überhaupt gewagt und überzeugend Geschichten? Wild heißt hier gerade nicht formlos.

An Beispielen wurde das Geheimnis des Ungezähmten in Texten analysiert und als Ausgangspunkt für eigene Schreibaufgaben erprobt. Erkundet wurden Spielformen und Techniken, die einen in das Wagnis eines nicht vollständig berechenbaren Kunststücks begleiten.

Schritt für Schritt wurden einige Bauformen des Erzählens und der lyrischen Schreibweise erkundet. Figurenrede, Dialog, Szene, die Kategorie der Stimme in Prosa und Lyrik, und einige wilde experimentelle Zwischenformen wie die Collage standen auf dem Programm. Die von den Teilnehmern von zuhause mitgebrachten Texte wurden besprochen; Ziel war es, das eigene Schreiben schärfer und genauer einzuschätzen und somit selbstständig weiter entwickeln zu können.

Als Abschluss des Kurses stand eine Lesung der Teilnehmenden mit Texten aus der Werkstatt auf dem Programm. In der Galerie finden Sie eine Auswahl der Texte.

Videoausschnitte der Lesung gibt es hier zu sehen:
Natasha Allner liest Märchentransformationen
Diana Hellwig liest “Heiliges Land!” (mit Tobias Feldmann)
Tobias Feldmann liest “Puddingschnecke”
Ulrich Kirchhoff liest “Diogenes, Wittgenstein und nackte Busen”

Presse (TA 11.9.2014)

 

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MATTHIAS GÖRITZ
geb. 1969 in Hamburg, lebt als Schriftsteller in Frankfurt am Main. Längere Aufenthalte in Moskau, Paris, Chicago und New York. Er unterrichtete Literatur und Schreiben am Bard College, New York, an der Bundesakademie Wolfenbüttel und am Frankfurter Literaturhaus. Göritz veröffentlichte u.a. die Gedichtbände Loops (2001), Pools (2006) und Tools (2012). Sein Debütroman Der kurze Traum des Jakob Voss wurde 2005 mit dem Mara Cassens Preis und mit dem Jurypreis des Bayrischen Rundfunks ausgezeichnet. 2011 wurde Göritz der Robert Gernhardt Preis verliehen.