--> Fabrikhof | Thüringische Sommerakademie

Fabrikhof

Früher mal eine Färberei mit Thüringer Waid, werden seit Mitte des 19. Jahrhunderts diverse Holz- und Glasartikel, unter anderem Rollos, Barometer und Sanduhren gefertigt. So wie andere kleine Manufakturen und Handwerksbetriebe in Böhlen wird nach 1989 auch dieser Fabrikhof aufgegeben und leer geräumt.

Anfang 1991 haben der Berliner Maler Reinhard Stangl und der aus dem Ort stammende Musiker Christoph Goelitz Ideen zu einer alternativen Nutzung der Gebäude. Bereits im Mai nehmen Maler und Malerinnen aus Berlin die Räume zeitweilig in Besitz. Wenig später folgen Kunststudierende der FH Aachen. Abgelegen und fern vom städtischen, etablierten Kunst- und Kulturbetrieb hat sich der Fabrikhof in Böhlen seitdem zu einem beliebten Ort für konzentriertes und ungestörtes künstlerisches Arbeiten entwickelt.

THÜRINGISCHE SOMMERAKADEMIE

Im Sommer 1992 treffen einige renommierte Berliner Künstler als Dozenten auf mehr als dreißig angehende Kunststudierende und interessierte Laien jeden Alters, um drei Wochen lang mit ihnen zu arbeiten. Ein besonderes Ereignis, diese erste Thüringische Sommerakademie! Der außergewöhnliche Erfolg hat die Entwicklung zu einer dauerhaften Einrichtung geradezu herausgefordert.

1993 folgt der Bildenden Kunst erstmals ein Internationaler Kammermusikkurs mit Konzerten und öffentliche Proben. Literatur- und Theaterprojekte kommen in den folgenden Jahren dazu. Seitdem bietet der Fabrikhof jeden Sommer den Rahmen für intensiven Austausch, inspirierende Begegnungen und gemeinsames Arbeiten. 1997 wird die Thüringische Sommerakademie mit dem Thüringer Kulturpreis geehrt. 2016 feiert sie ihr 25-jähriges Bestehen.

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