Die Sprache der Sonne. Texte aus der Türkei

Matthias Göritz liest aus einem neuen Romanprojekt

NEUER TERMIN: Mi 9. August 20.30 Uhr

Zu Beginn der Schreibwerkstatt wird der Schriftsteller, derzeit Stipendiat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul, aus seinem dort gerade entstehenden neuen Roman “Die Sprache der Sonne” lesen. Der Roman spielt im Jahr 2016. Terrorattentate erschüttern Istanbul. Die Flüchtlingsfrage spaltet Europa. Ein alter Mann, der in den dreißiger Jahren als Reporter und Spion nach Istanbul gekommen ist, wird von einer jungen Kollegin von der New York Times aufgespürt und erzählt ihr sein Leben. Zwei Zeiten, die für die Türkei entscheidend sind, verweben sich ineinander. Die formativen Jahre der Türkei unter Atatürk, mit all den gewaltigen Reformen tauchen vor den Augen des Lesers auf, auch das Istanbul der deutsch-jüdischen Exilanten. Der alte Mann und die junge Frau erkennen bald, dass sie mehr verbindet als der Beruf. Sie beide lebten und leben in Zeiten, in denen man nicht mehr unpolitisch bleiben kann…

 

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1969 geboren, wurde Göritz nach Veröffentlichung mehrerer Gedichtbände für seinen Debütroman Der kurze Traum des Jakob Voss 2005 mit dem Mara-Cassens-Preis und mit dem Jurypreis des Bayrischen Rundfunks ausgezeichnet. Nach zahlreichen Stipendien und weiteren Ehrungen wie dem Robert-Gernhardt-Preis erhielt er nach seinem 2013 bei C.H.Beck erschienenen zweiten Roman Träumer und Sünder den von der Washington University in Saint Louis ausgelobten William H. Gass Award für herausragende internationale Schriftsteller.