Internationale Kammermusikwoche > Dozenten   09.09.2010 

Dozenten / Professors

Eduard Brunner (Klarinette)

Eduard Brunner wurde in Basel geboren, studierte in seiner Heimatstadt sowie bei Louis Cahuzac in Paris. Er war viele Jahre lang 1. Soloklarinettist des Sinfonieorchesters des Bayrischen Rundfunks unter Rafael Kubelik und lehrt als Professor für Klarinette und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Saarbrücken.

Seine Konzerttätigkeit umfaßt weltweite Verpflichtungen als Solist mit Orchester sowie Kammermusikkonzerte, u.a. zusammen mit Gidon Kremer, Alfred Brendel, Natalia Gutmann und Yuri Bashmet. Eduard Brunner ist ständiger Gast bei zahlreichen Festivals in Lockenhaus, Wien, Moskau, Warschau, Schleswig-Holstein und vielen anderen.Indem er an führende Komponisten Aufträge erteilt, für ihn Werke zuschreiben, setzt er sich intensiv für moderne Musik ein. Dank seiner Initiative sind bedeutende Kompositionen der modernen Klarinettenliteratur entstanden.

Über 180 Werke der Solo- und Kammermusikliteratur für Klarinette hat Eduard Brunner bei verschiedenen Schallplattenfirmen aufgenommen. Kürzlich erschien seine CD mit Einspielungen der zehn Klarinettenkonzerte von Carl Stamitz sowie Kammermusik von Robert Schumann und G. Kurtág, darunter die "Hommage à Robert Schumann" mit K. Kashkashian und R. Levin. Der Künstler hat eine ganze Reihe von Meisterkursen veranstaltet, unter anderem in Marlboro, Salzburg, Schleswig-Holstein, Weimar und Prag. Seit mehr als 10 Jahren hat er zudem die Meisterkurse der Internationalen Kammermusikwoche der Thüringischen Sommerakademie in Böhlen durch seine einzigartige Persönlichkeit ganz wesentlich geprägt.

Eduard Brunner
Foto: Masha Lobanova
Tanja Becker-Bender (Violine)

Tanja Becker-Bender wurde in Stuttgart in einer Familie von Musikern und Wissenschaftlern böhmischer Herkunft geboren. Frühe musikalische Erfolge zeigten sich in höchsten Auszeichnungen bei den internationalen Wettbewerben in Genf (CIEM), Brüssel (CIM Chimay), Tokio (Bunkamura Orchard Hall Award), Houston, Gorizia und Genua (Premio Niccolò Paganini) und führten zu solistischen Auftritten unter der Leitung von Kurt Masur, Gerd Albrecht, Fabio Luisi, Hartmut Haenchen, Hubert Soudant und Ken-Ichiro Kobayashi mit renommierten Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, Jerusalem Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Houston Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Konzerthausorchester Berlin und dem Wiener, dem Zürcher und dem Prager Kammerorchester.

Als begeisterte Kammermusikerin spielte Tanja Becker-Bender auch in Festivals zusammen mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Boris Pergamenschikow und Arnold Steinhardt und gab Rezitals in New York, Buenos Aires, Montevideo, Paris, London, Rom und Wien.

Tanja Becker-Bender erhielt ihre musikalische Ausbildung durch die führenden Quartettmusiker der Welt: Nach Wilhelm Melcher (Melos Quartett) in Stuttgart und David Takeno an der Guildhall School in London studierte sie bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) an der Musikuniversität in Wien und erhielt dort ihr erstes und zweites Diplom mit Auszeichnung. Als Stipendiatin des DAAD und der ZEIT-Stiftung schloss sie eine Studienzeit bei Robert Mann (Juilliard String Quartet) an der Juilliard School in New York mit dem Artist Diploma ab. Weitere Impulse erhielt sie durch den Bartók-Schüler György Sándor in New York und durch Eberhard Feltz in Berlin.

Tanja Becker-Bender widmet sich dem Violinrepertoire in einer großen Bandbreite von Violinkonzerten wie Virtuosenstücken bis hin zu Barockmusik auf historischen Instrumenten. Ihr besonderes Interesse an der Neuen Musik führte sie zur Zusammenarbeit mit Komponisten wie Cristóbal Halffter und zu Uraufführungen von Werken von Rolf Hempel, Benedict Mason und Alexander Goehr.

Ihre im Jahr 2009 erschienene Aufnahme der „24 Capricci" von Niccolò Paganini beim britischen Label Hyperion Records wurde von der Fachpresse mit Begeisterung aufgenommen und erhielt die Auszeichnungen „Editor's Choice" der Magazine „Gramophone" sowie „Classic FM". Eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Label, u.a. mit einer Aufnahme in der Reihe „Romantic Violin Concertos", ist in Planung. Dem gingen bereits Aufnahmen bei Pavane Records mit Werken von Dvorák und bei Brilliant Classics mit Konzerten von Albinoni voraus.

2006 wurde sie in der Nachfolge von Maxim Vengerov als eine der jüngsten Professorinnen Deutschlands an die Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken berufen und erhielt zum Wintersemester 2009/10 je einen Ruf von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Wiener Musikuniversität. Sie nahm den Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg zum Wintersemester 2009/10 an.

www.tanja-becker-bender.de


 Tanja Becker-Bender
Manuel Fischer-Dieskau (Violoncello)

Der in Berlin geborene Cellist Manuel Fischer-Dieskau erhielt seinen ersten Violoncello und Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Nach der Ausbildung an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof.Wolfgang Boettcher setzte er seine Studien bei Janos Starker in Bloomington, USA, und bei Arto Noras in Helsinki fort.

Mit 25 Jahren wurde er Mitglied des Cherubini-Quartetts. Mit diesem Ensemble konzertierte er auf fast allen bedeutenden Konzertpodien der Welt und nahm zahlreiche CD-Produktionen für EMI-Classics auf. Von 1998 - 2007 war er 1.Solocellist beim Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks (jetzt Deutsche Radio-Philharmonie), mit dem er vielfach als Solist hervorgetreten ist.

Manuel Fischer-Dieskau hat als Kammermusikpartner an der Seite von Künstlern wie Christian Zacharias, Sabine Meyer, Tabea Zimmermann, Irena Grafenauer, Heinz Holliger, Radovan Vlatkovic, Katja und Marielle Labèque, Sarah Chang, Francois Leleux, Isabelle Faust und vielen anderen konzertiert.

Seit 1996 ist er Cellist des „Mullova-Ensembles" mit der Geigerin Viktoria Mullova. Dieses Ensemble trifft sich jährlich zu einer Konzerttournee und hat bereits zwei CD-Einspielungen mit Werken von J.S.Bach und Franz Schubert vorgelegt.

Manuel Fischer-Dieskau war als Interpret und Dozent Gast auf vielen internationalen Musikfestivals. Von 2005 - 2007 war er Dozent für Violoncello an der Hochschule für Musik des Saarlandes. Zum Wintersemester 2007/2008 wurde er als Professor für Violoncello und Kammermusik an die Musikhochschule der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz berufen.

www.manuelfischer-dieskau.de


 Manuel Fischer-Dieskau
Tatevik Mokatsian (Klavier)

Die armenische Pianistin Tatevik Mokatsian hat sich als Solistin, Kammermusikpartnerin und Dozentin international einen Namen gemacht. Seit 2001 wirkt sie als Professorin für Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik Saar.

Die Künstlerin gab als Solistin und Kammermusikerin zahlreiche Konzerte in Europa, Südkorea und in den USA. Bei internationalen Musikfestivals und renommierten Kammermusikreihen war sie unter anderem bei den Musikfestspielen Saar, Revelle Chamber Music Series in La Jolla und Morrison Artists Series in San Francisco zu hören. Sie spielte im Konzerthaus Berlin, im Concertgebouw Amsterdam, in der Philharmonie Eriwan, in der Merkin Concert Hall und der Weill Recital Hall at Carnegie Hall in New York.

Aufnahmen zwei- und vierhändiger Klavierliteratur und Kammermusikmitschnitte mit Tatevik Mokatsian liegen beim SFB Berlin, SWR Freiburg und Kaiserslautern, NPR New York, SR Saarbrücken und dem HR Frankfurt vor. CD's hat sie bei Ars Musici mit der Geigerin Elisabeth Weber und bei Crystal Records mit der Bratschistin Carol Rodland eingespielt.

Als Kammermusikpartnerin gab Tatevik Mokatsian Konzerte mit Eduard Brunner, Kim Kashkashian, Boris Pergamenschikow, Nikolas Chumachenko, Diemut Poppen, dem Hába-Quartett, Gustav Rivinius, Antje Weithaas, Albrecht Laurent Breuninger, Gabi Pas van Riet, Manuel Fischer-Dieskau und Tanja Becker-Bender. Mit Carol Rodland verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit im Duo.

Tatevik Mokatsian studierte in ihrer Heimatstadt Eriwan bei Natela Aharonian und bei Prof. Juri Hairapetian, Schüler des herausragenden Jakow Flijer und jetzt Professor am Moskauer Konservatorium. Ihr ergänzendes Solistenstudium an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau bei Prof. Michael Leuschner absolvierte sie mit Auszeichnung. Weitere Impulse erhielt Tatevik Mokatsian von Ludmila Ginsburg, Barry Snyder, Sebastian Benda, Felix Gottlieb und Robert Levin.

Wichtige Stationen der Lehrtätigkeit von Tatevik Mokatsian vor ihrer Berufung nach Saarbrücken waren: Assistentin in der Klavierklasse von Prof. Hairapetian am Staatlichen Konservatorium Eriwan, Lehrauftrag an der Musikhochschule Freiburg, Dozentin an der Musikhochschule „Hanns Eisler" in Berlin. Meisterkurse gibt sie in Deutschland, Griechenland, Luxembourg und Südkorea. Mehrere ihrer Schüler wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.


 Tatevik Mokatsian





   
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